BERLIN (MedCon) - Der Gemeinsame Bundesauschuss (GBA) will eine Überprüfung der HPV-Impf-Empfehlung. Dazu forderte die GBA die Ständige Impfkommission schriftlich auf, berichtete die Ärzte Zeitung. Der GBA-Vorsitzende Dr. Rainer Hess betonte ausdrücklich, dass die Impfung weiterhin GVK-Leistung bleibe. Als eine teure Leistung müsse jedoch der Zusatznutzen im Vergleich zur Früherkennung hinreichend belegt werden.
BAIERBRUNN (MedCon) - "Um Schmerzen bei der Mammografie zu verringern, sollten Frauen eine Woche vor dem Termin auf Koffein verzichten", rät Dr. Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte in der "Apotheken Umschau". Kaffee, Tee, Cola und Energy-Drinks machen die weibliche Brust empfindlicher und knotiger. Darüber hinaus empfiehlt Albring, die Untersuchung in der ersten Zyklushälfte durchführen zu lassen, wenn die Brust weicher ist und relativ frei von hormonbedingten Gewebeverhärtungen.
NAIROBI (dpa) - Mehr als 300 Mädchen sind in Kenia in Kirchen oder Krankenhäuser geflohen, um Schutz vor der drohenden Zwangsbeschneidung zu suchen. Wie die Zeitung «The Standard» am Donnerstag berichtete, sorgten Mitarbeiter der örtlichen Verwaltung für die Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren. Im Dezember ist in den Siedlungsgebieten der Massai traditionell die Zeit, in der junge Mädchen als Zeichen des Übergangs zum Erwachsenenleben beschnitten werden. In den vergangenen Jahren haben Frauen- und Kinderrechtler auch in Kenia verstärkt auf die gesundheitlichen und psychischen Folgen für die Mädchen hingewiesen, deren Genitalien beim traditionellen Initiationsritus verstümmelt werden.
HEIDELBERG (MedCon) - Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie veröffentlichen gemeinsam Informationen zur Früherkennung von Brustkrebs. Allgemeinverständlich werden die häufigsten Fragen zum Mammographie-Screening-Programm beantwortet. Die Frauen erhalten Informationen über den Ablauf des Programms, Nutzen und Risiken der Untersuchung und wichtige Fakten zum Brustkrebs. Ergänzt wird der Inhalt durch ein Glossar, in dem wesentliche Fachbegriffe des Screening-Programms kurz und allgemeinverständlich erklärt werden. Die Broschüre kann im Internet als PDF-Datei herunter geladen werden: www.dkfz.de und www.mammo-programm.de.
HAMBURG (MedCon) - Nachdem die Stiftung Gesundheit bereits darauf aufmerksam gemacht hatte, dass viele Arzthomepages mangelhaft sind (wir berichteten), hat die Stiftung nun in einer Studie festgestellt, dass bereits 7,2 Prozent aller Arzthomepages abgemahnt wurden. Oftmals ist ein fehlendes oder unzureichendes Impressum der Grund. Die Abmahngebühren betragen laut Stiftung Gesundheit rund 1000 Euro. Hochgerechnet auf die rund 107.000 bestehenden Arzthomepages seien bisher etwa 8000 abgemahnt worden, der
Gesamtschaden betrage rund acht Millionen Euro.
Auf dem 9. Deutschen Medizinrechtstag am 19. und 20. September in Erfurt berichten Rechtsanwältin Dr. Wiebke Baars und Dr. Peter Müller, Vorstand der Stiftung Gesundheit, über Probleme bei der Homepagegestaltung. Das Programm und die Anmeldung sind abrufbar unter: www.stiftung-gesundheit.de in der Rubrik "Medizinrecht".