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Praxismarketing: Persönliche Empfehlung besser als Werbung

Die meisten neuen Patienten kommen aufgrund persönlicher Empfehlung in der Praxis. (Foto: MEV Verlag)
Die meisten neuen Patienten kommen aufgrund persönlicher Empfehlung in der Praxis. (Foto: MEV Verlag)

05.08.2008 – KÖLN (MedCon) – Dass es in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs notwendig ist, sich offensiv um neue Patienten zu bemühen, haben die meisten Ärzte verinnerlicht. Allerdings setzen viele dabei auf das falsche Pferd, wie eine Umfrage des Online-Empfehlungsportal KennstDuEinen.de und des Verbands der deutschen Internetwirtschaft ergeben hat.

So vertrauen der Studie zu Folge drei Viertel der Ärzte auf klassische Werbung wie Anzeigen und Verzeichniseinträge, mehr als jeder zweite Praxisinhaber hofft auf die Wirkung von Werbung im Internet. Dabei kommen nur wenige neue Patienten aufgrund dieser Maßnahmen in die Praxis, die überwiegende Mehrheit (83 %) der neuen Kunden sucht die Praxis aufgrund von persönlichen Empfehlungen auf. Aber nicht einmal drei Prozent der Ärzte bitten laut der Studie ihre Patienten um eine persönliche Weiterempfehlung im Freundes- und Bekanntenkreis.

Und noch ein weiteres Manko des Praxismarketings deckte die Studie auf: Praktisch alle Arztpraxen verwalten ihre Patientendatenbank per Computer, aber nur knapp ein Fünftel (19 %) speichert auch die E-Mail-Adressen der Patienten. Und noch weniger Praxisinhaber (10 %) versenden elektronische Post an ihre Patienten, um beispielsweise auf zusätzliche Leistungen aufmerksam zu machen.

"Viele Ärzte setzen auf die falschen Pferde, um dem zunehmenden Druck durch Maßnahmen zur Gewinnung neuer Privatpatienten entgegenzuwirken" analysiert KennstDuEinen.de-Geschäftsführer Carsten Schmidt: "Statt zufriedene Patienten für Weiterempfehlungen zu gewinnen und statt interaktiver Online-Kommunikation wird das Geld in plakative Werbung gesteckt, die nachweislich kaum etwas bringt."

Quelle: eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., Pressemitteilung vom 20.05.2008

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