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– KÖLN (MedCon) – Jeder Arzt kennt die Situation: Durch Urlaub oder Krankheit kommt es immer wieder zu personellen Engpässen. In diesen Fällen wünscht man sich eine kurzfristige Entlastung durch eine zusätzliche Mitarbeiterin, die jedoch nicht fest angestellt und flexibel einsetzbar ist.
In der Regel werden dazu Teilzeitkräfte eingestellt, die allerdings in den seltensten Fällen zeitlich flexibel einsetzbar sind. Außerdem sind diese für einen wechselnden Einsatz in den verschiedenen Bereichen der Praxis (z. B. Anmeldung, Voruntersuchung, Gesichtsfeld) meist nicht qualifiziert genug.
In diesen Situationen bietet es sich an, Medizin-Studenten in der Praxis einzusetzen. Das Interesse bei den Studenten ist hoch: Sie erhalten eine attraktive Möglichkeit, sich einen Nebenverdienst zu sichern. Und dies in einem Umfeld, das zu ihrer medizinischen Ausbildung passt. Nicht selten lernen sie automatisch auch Dinge aus der täglichen Praxis, die für ihr Studium nützlich sind.
Die Vorteile für die Praxis liegen auf der Hand: Aufgrund des bei den Studenten vorhandenen medizinischen Verständnisses und ausgehend von einer hohen Auffassungsgabe, sind sie schnell in die auszuübenden Tätigkeiten einzuarbeiten. Die Bereitschaft dabei, alle Bereiche in der Praxis abdecken zu können, ist hoch. Dass die Studenten sich meistens noch nicht auf eine bestimmte Fachrichtung für ihre spätere Berufsausübung festgelegt haben, ist dabei nicht hinderlich. Vielmehr kann der Aushilfsjob dazu führen, dass die Studenten dadurch einen erheblich besseren Einblick in das Fach erhalten und so bei der Wahl der Spezialisierung sogar unterstützt werden.
Ein entscheidender Nebeneffekt ist das hohe Verantwortungsbewusstsein bei der Ausübung der Tätigkeiten, das aus dem Verständnis für die Medizin heraus resultiert. Dies wirkt sich nicht nur auf die Patienten positiv aus, sondern beeinflusst auch die Mitarbeiterinnen einer Praxis, da sie regelmäßig die Studenten als "einen/eine von Ihnen" betrachten.
Erfahrungen zeigen deutlich, dass die Tätigkeit von Medizinstudenten häufig die gesamte Qualität der Leistungen einer Praxis unterstützt, wenn nicht sogar fördert. Und unter Berücksichtigung des Vorlesungsplans kann die gegebene Flexibilität dabei helfen, die personellen Engpässe kurzfristig zu beheben.
Quelle: optimed
Impulse für Medizin-Berufe GmbH
Henning Goebel
www.optimed-duesseldorf.com