– DAMME (MedCon) – High-Tech im OP: Das Dammer Krankenhaus St. Elisabeth in Niedersachsen hat jetzt einen der modernsten Operationssäle Europas eröffnet. Audio- und Videotechnik machen Live-Übertragungen während der Operation möglich - in andere Bereiche des Hauses oder zu Kongressen in aller Welt
"Wir können während der Operation die Bild- und Videodaten auch Spezialisten außerhalb des OPs zur Verfügung stellen. So lassen sich zum Beispiel Zweitmeinungen während der Operation schneller erörtern. Das erhöht die Sicherheit für Operateur und Patienten", sagt Chefarzt Dr. Bernd Holthaus.
Außerdem werden Arbeitsabläufe aufeinander abgestimmt und dadurch die Betreuung der Patienten weiter verbessert. Durch die moderne OP-Ausstattung ist eine Live-Übertragung auch auf Kongresse im In- und Ausland zu Lehr- und Demonstrationszwecken möglich. Holthaus wird mit Hilfe der vernetzten Technologie das Krankenhaus zu einem Ausbildungszentrum für die minimalinvasive Gynäkologie aufbauen.
Der voll integrierte MIC-OP (MIC = minimalinvasive Chirurgie) von der Firma Olympus, die das Gesamtprojekt unterstützt, wird von allen Fächern des Krankenhauses nutzbar sein.
Zur Ausstattung gehören unter anderem ein riesiger Bildschirm, Kameras und Touchscreenmonitore. Die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche sorgt für eine sichere und schnelle zentrale Steuerung der gesamten OP-Ausrüstung. Voreingestellte Gerätekonfigurationen sowie Lichteinstellungen entspannen und verkürzen die Rüst- und Wechselzeiten. Zeitaufwand und Personalressourcen lassen sich somit optimieren.
Innerhalb des OPs lassen sich die endoskopische Kamera oder eine Raumkamera auf jedem Monitor anzeigen. Über einen separaten Videoeingang an der Wand können weitere Videoquellen, wie ein mobiles Ultraschallgerät, angeschlossen werden. Durch den Einsatz hochauflösender HDTV-Kamerasysteme können bei Tumoroperationen selbst kleinste Veränderungen im Bauch- oder Brustraum aufgespürt werden.
Auch die Patientendaten werden zukünftig übernommen. Die Untersuchungsdaten, Bilder und Videosequenzen werden patientenbezogen auf einem separaten Server gespeichert, so dass immer alle relevanten Daten schnell für jeden Arzt abrufbar sind.
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