– BERLIN (MedCon/ur) – Das Internetportal des Forums Myomembolisation illustriert das Behandlungsverfahren und erläutert, für welche Patientinnen die Myomembolisation geeignet ist und was im Vorfeld eines Eingriffs beachtet werden muss.
Condoleezza Rice und viele andere prominente Frauen ließen sich auf diese Weise behandeln und auch in Deutschland ist das Verfahren im Kommen: Die Myomembolisation, ein schonendes Verfahren zur Behandlung gutartiger Geschwulste (Myome) der Gebärmutter. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff, der zumeist von Radiologen durchgeführt wird, werden die Myome von der Blutzufuhr abgeschnitten und die Wucherungen gleichsam "aushungert". Der große Vorteil der Embolisation: Die Gebärmutter bleibt vollständig erhalten. Das neue Internetportal www.myomembolisation.org informiert über die
Behandlungsschritte und gibt betroffenen Frauen Rat.
Etwa jede dritte Frau in Deutschland leidet unter Myomen, bei circa 20 Prozent der Betroffenen führen sie aufgrund von Anzahl und Größe zu erheblichen Beschwerden. Hier kann die Embolisation wirksam helfen.
Das Internetportal des Forums Myomembolisation illustriert das Behandlungsverfahren und erläutert, für welche Patientinnen die Myomembolisation geeignet ist und was im Vorfeld eines Eingriffs beachtet werden muss. Ein ausführlicher Kliniknavigator nennt den betroffenen Frauen Spezialisten in ihrer Nähe. Außerdem gibt es rechtliche Tipps etwa zu Fragen der Kostenerstattung durch die Krankenkassen sowie ein interaktives Forum, in dem sich Frauen über ihre Erfahrungen austauschen können.
"Über das Forum Myome bin ich mit anderen betroffenen Frauen in Kontakt gekommen. Die verschiedenen Erfahrungsberichte sind sehr interessant und ich habe einen guten Überblick über die unterschiedlichen Behandlungen bekommen. So kann ich informiert in das Gespräch mit meinem Frauenarzt gehen. Die Beschwerden bereiten mir starke Probleme, aber jetzt fühle ich mich nicht mehr so alleine", sagt Manuela Schneider, neues Mitglied im Forum Myome.
Auch Dr. Götz Voshage, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (DeGIR) und Chefarzt der Abteilung für Radiologie am Robert-Koch-Krankenhaus in Gehrden, begrüßt den neuen Internetauftritt: "Wir konnten in diesem Jahr Langzeitstudien vorlegen, die die Wirksamkeit der Embolisation belegen. Danach beträgt die Erfolgsrate des Eingriffs bis zu 90 Prozent. In anderen Ländern wie Frankreich oder den USA wird die minimalinvasive Technik schon seit zehn Jahren erfolgreich angewandt. Der neue Internetauftritt kann mithelfen, die organerhaltende Methode auch in Deutschland mehr und mehr zu etablieren."
MammaPrint, ein die Signatur von 70 Genen auswertender Diagnosetest, der eine hohe oder niedrige Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall bei Brustkrebs vorhersagt, wurde aus über 150 Eingängen als die zukunftsweisende Initiative im Gesundheitswesen ausgewählt. Der Sieger wird von der niederländischen Regierung landesweit und aktiv unterstützt.