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Apotheker warnen vor K.O.-Tropfen - Zunahmen sexueller Übergriffe

K.O.-Tropfen sind auf dem Schwarzmarkt erhältlich (Foto: pixelio/Sturm)
K.O.-Tropfen sind auf dem Schwarzmarkt erhältlich (Foto: pixelio/Sturm)

31.07.2008 – BERLIN (dpa/bb) – Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat vor den sogenannten K.O.-Tropfen gewarnt. Die Täter bekommen die farblose und leicht salzig schmeckende Flüssigkeit Gamma-Hydroxybuttersäure (GHB oder «liquid ecstasy») auf dem Schwarzmarkt.

Die Tropfen könnten willenlos und bewegungsunfähig machen und würden für sexuelle Übergriffe missbraucht, teilte die Vereinigung am Dienstag in Berlin mit. Vor allem die Frauennotrufe und Beratungsstellen registrierten eine Zunahme solcher Übergriffe.

GHB kann Getränken untergemischt werden, ohne dass es das Opfer bemerkt. Die Wirkung der Tropfen setzt nach etwa einer Viertelstunde ein und hält einige Stunden an.
Am nächsten Tag können sich die Opfer an nichts mehr erinnern, sie leiden unter starken Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.

Die Apothekervereinigung riet Menschen, die trotz geringer Alkoholmengen einen «Filmriss» bemerken, sich umgehend an einen Arzt, einen Frauennotruf oder die Polizei zu wenden. Die Substanzen könnten nur etwa acht Stunden lang in Blut oder Urin nachgewiesen werden, hieß es.

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