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Bayer liefert Verhütungsmittel an US-Konkurrenten

Yasmin-Verpackung in der Bayer Schering Pharma AG (Foto: Bayer)
Yasmin-Verpackung in der Bayer Schering Pharma AG (Foto: Bayer)

27.06.2008 – LEVERKUSEN (dpa) - Im Rechtsstreit um den Patentschutz seiner Verhütungspille Yasmin hat sich der Pharmahersteller Bayer mit einem US-Konkurrenten auf eine Zwischenlösung geeinigt.

Der Leverkusener Konzern werde den amerikanischen Produzenten von Nachahmerprodukten, Barr Laboratories, künftig mit einem wirkstoffgleichen Mittel beliefern, teilte Bayer mit. Barr werde dieses Medikament der Vereinbarung zufolge ausschließlich in den USA vertreiben. Bayer erhalte einen prozentualen Anteil an den Umsätzen. Mit der Produktfamilie um das Verhütungsmittel Yasmin hatte Bayer im vergangenen Jahr weltweit rund eine Milliarde Euro Umsatz erzielt.

Das Verfahren um den Patentschutz von Yasmin in den USA werde der Konzern unabhängig von der Vereinbarung mit Barr weiterführen, hieß es. Ein Gericht in New Jersey hatte das US-Patent für nichtig erklärt, Bayer legte dagegen Rechtsmittel ein. Bei einer endgültigen Entscheidung zugunsten von Bayer erhalte das Unternehmen einen höheren Umsatzanteil, berichtete das Unternehmen. Wie hoch der Anteil im einen oder anderen Fall ist, teilte der Leverkusener Konzern nicht mit. Von Juli 2011 an darf Barr nach einer Lizenzvereinbarung zudem eine wirkstoffgleiche Version des Verhütungsmittels Yaz vermarkten.

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