– Der HPV-Impfstoff von GlaxoSmithKline (GSK) bietet Frauen einen wirksamen
Schutz vor den wichtigsten onkogenen HP-Viren, der auch 6,4 Jahre nach der
ersten Dosis bestehen bleibt.
Dies sind bisher die längsten Studienergebnisse, die für einen zugelassenen HPV-Impfstoff veröffentlicht wurden. Sie wurden aktuell auf der Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncologists (SGO) in Florida, USA, vorgestellt.
Die Daten belegen, dass die Antikörperkonzentrationen gegen HPV 16 und 18 auch
über diesen Zeitraum anhaltend hoch waren. Über die Dauer von 6,4 Jahren lagen
die Antikörpertiter deutlich über denen nach einer natürlichen Infektion.
„In diese Studie beobachten wir weiterhin anhaltend hohe Antikörperspiegel bei fast
allen untersuchten Frauen, was als entscheidend für die Prävention von Gebärmutterhalskrebs angesehen wird,“ sagt Dr. Diane Harper, Prüfärztin der Studie am Norris Cotton Cancer Center, Dartmouth-Hitchcock Medical Center, USA. „Die Daten
sind bemerkenswert, denn sie zeigen das Potential der Impfung, Frauen über einen
langen Zeitraum schützen zu können.“
Mit dem GSK-Impfstoff konnte bereits in früheren Studien ein hoher Schutz gegen
die häufigsten onkogenen HPV-Typen nachgewiesen werden. Die aktuelle Studie
konnte zeigen, dass die Impfung auch über 6,4 Jahre einen Schutz vor 6-monatigen
und 12-monatigen persistierenden Infektionen sowie vor HPV 16 und 18 assoziierten
CIN 1+ und CIN 2+-Läsionen bietet.
In einer weiteren Studie wurde nachgewiesen, dass die durch die Impfung mit Cervarix
® induzierten Antikörper vom Serum ins Zervixsekret transsudieren. Neben den
neutralisierenden Antikörpern im Serum sind auch neutralisierende Antikörper lokal
im Zervikovaginalsekret wichtig für den Schutz vor HPV-Infektionen und die daraus
entstehenden Läsionen.
“Dieser HPV-Impfstoff wurde mit der Zielsetzung entwickelt, Frauen einen lang anhaltenden
Schutz vor präkanzerösen Läsionen und Zervixkarzinomen zu bieten”, so
Prof. Dr. Tino Schwarz vom Zentrallabor an der Stiftung Juliusspital Würzburg. “Dies
ist wichtig, da Frauen sich während ihres gesamten sexuell aktiven Lebens mit onkogenen
HP-Viren anstecken können. Der Langzeitschutz wird daher ein wichtiger
Aspekt einer erfolgreichen Impfstrategie sein.” Neben der hohen Wirksamkeit bescheinigt die Studie Cervarix® auch eine gute Verträglichkeit, die ebenfalls über 6,4 Jahre beobachtet wurde.
Quellen:
1. Harper D, Gall S, et al. HPV-007 Efficacy Abstract. “Sustained Immunogenicity and high efficacy against
HPV-16/18 related cervical neoplasia: Long-term follow-up through 6.4 years in women vaccinated with
CERVARIX (GSKS HPV 16/18 AS04 Candidate vaccine)” To be presented at: SGO’s Annual Meeting on
Women's Cancer. March 10, 2008 Tampa Convention Center.
2. Wieting S., et al. HPV-013 Month 18 Extension Abstract. Presented at the European Society of Paediatric
Infectious Diseases (ESPID) annual meeting on 2-4 May 2007
3. GSK Data on File
4. Schuind A. HPV-007 Final Analysis. To be presented at: SGO’s Annual Meeting on Women's Cancer.
March 10, 2008
5. Bulk S, Berkhof J, Bulkmans NW, et al. Preferential risk of HPV16 for squamous cell carcinoma and of
HPV18 for adenocarcinoma of the cervix compared to women with normal cytology in The Netherlands.
Br J Cancer. 2006;94:171-175.
6. Liu S, Semenciw R, et al. Cervical cancer: the increasing incidence of adenocarcinoma and
adenosquamous carcinoma in younger women. CMAJ 2001; 164: 1151-1152.
7. Harper DM, Franco EL et al. Sustained efficacy up to 4.5 years of a bivalent L1 virus-like particle vaccine
against human papillomavirus types 16 and 18: follow-up from aluminium control trial. The Lancet 2006;
367: 1247-1255.
8. Gall, S., et al. Sustained Efficacy up to 5.5 years in women vaccinated with an AS04 Adjuvanted HPV
16/18 L1 VLP Vaccine. Presented at AACR Medical Meeting. April 17, 2007
9. Harper DM, Franco EL, et al, for the GlaxoSmithKline HPV Vaccine Study Group. Efficacy of a bivalent L1
virus-like particle vaccine in prevention of infection with human papillomavirus types 16 and 18 in young
women: a randomized controlled trial. Lancet 2004; 364: 1757-1765.
Weitere Informationen unter www.glaxosmithkline.de
www.lebensbilder.de
www.ich-denke-an.de
BERLIN (MedCon) - Der Gemeinsame Bundesauschuss (GBA) will eine Überprüfung der HPV-Impf-Empfehlung. Dazu forderte die GBA die Ständige Impfkommission schriftlich auf, berichtete die Ärzte Zeitung. Der GBA-Vorsitzende Dr. Rainer Hess betonte ausdrücklich, dass die Impfung weiterhin GVK-Leistung bleibe. Als eine teure Leistung müsse jedoch der Zusatznutzen im Vergleich zur Früherkennung hinreichend belegt werden.
MammaPrint, ein die Signatur von 70 Genen auswertender Diagnosetest, der eine hohe oder niedrige Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall bei Brustkrebs vorhersagt, wurde aus über 150 Eingängen als die zukunftsweisende Initiative im Gesundheitswesen ausgewählt. Der Sieger wird von der niederländischen Regierung landesweit und aktiv unterstützt.