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– BAIERBRUNN (MedCon) – Prof. Rita Schmutzler von der Universitätsfrauenklinik Köln erklärte in der "Apotheken Umschau" warum bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs ein Gentest für betroffene Frauen sinnvoll sein kann.
Bei rund fünf Prozent der Frauen, die an Brustkrebs erkranken, spielen ererbte Gene eine Rolle. Auch beim Eierstockkrebs sind sie mitverantwortlich. "Wenn in einer Familie viele Frauen an Brustkrebs oder Eierstockkrebs erkrankt sind oder bereits als junge Erwachsene einen Tumor in der Brust entwickelten, liegt der Verdacht nahe, dass bestimmte Veränderungen vererbt wurden", erklärt Schmutzler .
Diesen Frauen empfiehlt sie, sich genauer über ihr Risiko beraten und eventuell durch einen Gentest ihr tatsächliches Risiko ermitteln zu lassen. Stellt sich heraus, dass eine Genmutation BRCA1 oder BRCA2 vorliegt, bedeutet dies, dass diese Frauen einer besonderen Risikogruppe angehören.
Grundsätzlich sei ein Test erst nach dem 25. Lebensjahr sinnvoll, weil Brust- und Eierstockkrebs Erkrankungen des Erwachsenenalters sind. Betroffene Frauen sollten ab diesem Alter zur Vorsorge sehr engmaschig untersucht werden. Eine Entfernung der Eierstöcke kommt laut Schmutzler "erst infrage, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist - etwa ab 40 Jahren". Damit sinke die Gefahr für diesen Krebs "fast auf Null". Auch für das Brustkrebsrisiko dieser Frauen habe diese Operation Bedeutung: Nach neuen Erkenntnissen sinkt es um die Hälfte.
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