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Terzaki erhält Wissenschaftspreis 2008

Dr. Maria Terzaki wurde für die Einrichtung der interdisziplinären Beckenbodenklinik am Prosper-Hospital Recklinghausen der Wissenschaftspreis der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe verliehen. Quelle: Prosper-Hospital
Dr. Maria Terzaki wurde für die Einrichtung der interdisziplinären Beckenbodenklinik am Prosper-Hospital Recklinghausen der Wissenschaftspreis der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe verliehen. Quelle: Prosper-Hospital

21.05.2008 – RECKLINGHAUSEN (MedCon) - Für die Einrichtung der interdisziplinären Beckenbodenklinik wurde die Gynäkologin Dr. Maria Terzaki, Chefärztin der Frauenklinik im Prosper-Hospital Recklinghausen, der Wissenschaftspreis der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe verliehen. Mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums reagiert das Hospital darauf, dass Störungen der Beckenbodenfunktion häufig komplex und organübergreifend sind.

Gemeinsam mit den Chefärzten der Gynäkologie (Dr. Maria Terzaki), des zertifizierten Darmzentrums (Dr. Eugen Berg und Oberärztin Dr. Montserrat Girona) sowie der Klinik für Urologie und minimalinvasiver Chirurgie, (Dr. Dirk Kusche), gründete das Prosper-Hospital das Zentrum für Störungen der Beckenbodenfunktion, wie zum Beispiel Inkontinenz und organübergreifende Tumore.

“Zusammenarbeit der Abteilungen ist für uns nicht bloß ein Schlagwort. Wir setzen das ganz konsequent um, beispielsweise in unseren Sprechstunden, wo immer alle drei Chefärzte gemeinsam für die Patientinnen da sind“, erklärt Dr. Maria Terzaki. In Anerkennung ihres Einsatzes für die Beckenbodenklinik erhielt sie den Wissenschaftspreis 2008. Gewürdigt wurde vor allem das zukunftsweisende Konzept der Beckenbodenklinik mit der fächerübergreifenden Betreuung während des gesamten Behandlungszeitraums.

Das Besondere der Beckenbodenklinik am Prosper-Hospital ist die enge Zusammenarbeit der drei Abteilungen Koloproktologie, Gynäkologie und Urologie. Im Mittelpunkt steht dabei die Vorstellung jeder Patientin in einer gemeinsamen Sprechstunde mit synchroner Untersuchung, Befundung und Therapie-Konsens der Abteilungsleiter aller drei Fachgruppen. Operative Eingriffe werden von den drei Chefärzten der Beckenbodenklinik ebenfalls gemeinsam durchgeführt. Abgerundet wird die Qualitätssicherung der individuellen Therapiekonzepte durch eine strukturierte Langzeit-Nachsorge und die enge Zusammenarbeit mit den zuweisenden Ärzten. Einen weiteren Vorteil fasst Terzaki so zusammen: „Die gemeinsamen Diagnosen erweitern den medizinischen Horizont der Beteiligten beträchtlich. Das ist ein positiver Nebeneffekt, den wir zusätzlich durch gezielte interdisziplinäre Fortbildungen und Hospitationen fördern.“

Ein wichtiger Punkt dieser Kooperation ist der gemeinsame und direkte Zugriff auf alle wichtigen Informationen. „Oftmals gehen aufschlussreiche Details bei der Überweisung von Arzt zu Arzt verloren, was eindeutige Diagnosen erschwert und eigentlich immer zum Nachteil des Patienten ist“, erklärt Terzaki. Eine Synchronuntersuchung vermeide solche Probleme und ermögliche eine schnelle, sichere und qualitativ hochwertige Behandlung. Das erspare nicht zuletzt auch dem Gesundheitssystem unnötige Kosten, so Terzaki.

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