- Alle Fachbereiche
- Politik
- Kliniken & Praxen
- Medizin & Forschung
- Pharma & MedTech
- Praxismanagement
- Personalien
- Termine
- FOKO 2009
- DGGG Kongress 2008
(BIERMANN) – Im Rahmen des Fortbildungskongresses wies Prof. Bernd Kleine-Gunk darauf hin, dass in Deutschland jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens ihre Gebärmutter verliere. Dagegen ist es in Schweden nur jede Zehnte. Mitschuld sei auch eine zu kurz gedachte Vergütungspolitik der Krankenkassen.
Viele Kassen weigern sich, etwa die Kosten für eine minimal-invasive Endometrium-Ablation zu übernehmen. Diese betragen zwischen 1500 und 2000 Euro. Dabei tragen diese Methoden zur Verhütung einer Hysterektomie bei, die mit immerhin 6000 Euro zu Buche schlägt. Zudem betonte Kleine-Gunk "ist eine Frau nach dabei vier bis sechs Wochen krankgeschrieben, bei dem eleganten Verfahren einer Ablation kann sie das Krankenhaus nach zwei bis vier Tagen verlassen".
In Deutschland lassen sich 90 Prozent der Gebärmutter-Entfernungen auf benigne Erkrankungen zurückführen - und sind damit prinzipiell vermeidbar.Zum Beispiel Myome, wo das Prinzip gelten sollte: "no symptoms, no surgery". Sofern sie indes zu starken und schmerzhaften Blutungen führen, rät Kleine-Gunk zur operativen Hysteroskopie. "Leider ist sie nicht sehr weit verbreitet", klagte der Hormonspezialist aus Fürth. Einer der Gründe: Die Kliniken blieben oft auf ihren Kosten sitzen, weil durch die Fallpauschalen das etwas teurere Material von den Krankenkassen nicht erstattet wird.
Noch keine Kommentare vorhanden.