- Startseite
- Berufspolitik
- Kliniken & Praxen
- Medizin & Forschung
- Pharma & MedTech
- Praxismanagement
- Personalien
- Termine
- DGGG Kongress 2008
– HAMBURG (MedCon) – Die gute Nachricht kam zuerst: Die Sterblichkeit bei gynäkologischen Tumoren sinkt. Die Kongress-Hauptsitzung Gynäkologische Onkologie - Mamma- und Genitalkarzinome umfasste Epidemiologie, primäre und sekundäre Prävention, Therapie und operatives Vorgehen.
Der Epidemiologe Dr. Alexander Katalinic berichtete, dass die Datenlage zur Prävalenz und Sterblichkeit der gynäkologischen Tumore in Deutschlang immer besser werde. Dies trifft indes nicht auf die Krebserkrankungen allgemein zu. In Bezug auf Mamma-, Vulva,- Zervix-, Korpus- und Ovarial-Karzinome sind "71 Millionen Einwohner unter Registrierung", sagte der Lübecker Katalinic. Das entspricht 87 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mit einer guten Erfassung der Daten, wie sie zum Beispiel im Saarland erfolgt, konnte man erkennen, dass Vulva-Karzinome häufiger vorkommen als bisher angenommen.
Die HPV-Impfung wurde als hervorragende Maßnahme zur Prävention gelobt, derzeit ersetzt sie allerdings nicht die Screening-Vorsorge. Referent Dr. Karl-Ulrich Petry hält sogar eine Impfung bei ab dem zehnten Lebensjahr für sinnvoll. Eine Ausweitung der Altersgrenze wird zusehends auch für das Mammografie-Screening gefordert. Prof. Hans Junkermann aus Heidelberg plädierte für eine Kontroll-Untersuchung bei Frauen bis zum 75. Lebensjahr.