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Frauen gehen häufiger zum Arzt als Männer

Foto: KKH
Foto: KKH

22.07.2010 (BIERMANN) – Frauen in Hessen gehen häufiger zum Arzt als Männer. Die Männer wiederum haben die Frauen bei den Krankschreibungen und den Medikamentenverordnungen eingeholt. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hervor.

Statistisch gesehen waren Frauen in Hessen im vergangenen Jahr 3,3 Mal beim Arzt und an 11,2 Tage arbeitsunfähig. Die Männer hatten hingegen lediglich 2,5 Arztkontakte, wurden jedoch für 11,4 Tage krankgeschrieben.

Auch bei der Medikamentenverordnung lagen die Männer im vergangenen Jahr vorne. Mit 174 Tagesdosen lag das Verordnungsvolumen bei den Männern geringfügig höher als bei den Frauen (173 Tagesdosen). Die Art der verordneten Medikamente variiert zwischen den Geschlechtern. Frauen bekommen am häufigsten Medikamente zur Behandlung von Infekten und an zweiter Stelle Psychopharmaka verordnet.

Bei den Männern stehen die Antibiotika gegen Infekte lediglich an zweiter und Herz-Kreislauf-Medikamente an erster Stelle, darunter vor allem Blut-drucksenker. "Gerade von diesen Beschwerden wissen wir, dass ein großer Teil auf eine ungesunde Lebensweise wie beispielsweise falsche Ernährung, Bewegungsmangel oder Stress zurückgeht. Eine Veränderung des persönlichen Lebensstils könnte den Betroffenen einen großen Teil der Medikamente ersparen", sagt Denise Jacoby, Sprecherin der TK in Hessen.

Auch bestehen bei Frauen und Männern Unterschiede, in welchem Alter sie Medikamente konsumieren: Auffällig viele Medikamente bekommen junge Frauen bis zum 20. Lebensjahr mit durchschnittlich 316 Tagesdosen verordnet. Ursache hierfür sind ärztliche Verordnungen von Verhü-tungsmitteln. Männer bekommen im Alter von 20 bis 24 Jahren die geringste Zahl an Medikamenten verordnet (49 Tagesdosen). Die meisten Verordnungen erhalten mit 606 Tagesdosen Männer ab 60 Jahren und älter.

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