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Telemedizin krankt am fehlenden Übergang zwischen Projekt und Alltag

Foto: Cisco
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02.03.2010 (BIERMANN) – Viele Projekte in Deutschland zeigen den medizinischen und teilweise auch ökonomischen Nutzen beim Einsatz von Telemedizin. Doch nach Abschluss des Projekts misslingt oft die Überführung in den Regelbetrieb.

Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) hin, die anlässlich eines Gesprächs mit Vertretern des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ein Positionspapier zur nachhaltigen Anwendung von Telemedizin veröffentlicht hat.

Politik und Selbstverwaltung seien gefragt, Strukturen für die Finanzierung telemedizinischer Leistungen zu schaffen bzw. die bereits gegebenen Möglichkeiten umzusetzen, fordert die Gesellschaft.

Innovative Telemedizin könne zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung und zu Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen beitragen, unterstreicht die DGTelemed: Allein bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten die jährlichen Kosten durch flächendeckende telekardiologische Anwendungen um mindestens ein Drittel gesenkt werden.

Darüber hinaus eröffneten sich für Deutschland als einem der Innovationsführer in der Medizintechnik große wirtschaftliche Potentiale. Für telemedizinische Systeme werde ein Wachstum des globalen Marktes von 4,8 Milliarden US-Dollar (2006) auf 13,9 Milliarden US-Dollar bis ins Jahr 2012 prognostiziert.

Auch die Europäische Kommission beschreibe Telemonitoring als große Chance für die Behandlung chronischer Krankheiten. Gerade in ländlichen Regionen könne Telemedizin - insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung - dazu beitragen, die in einigen Regionen drohende bzw. bereits bestehende Lücke in der ambulanten hausärztlichen Versorgung abzufedern.

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