Anzeige

Wie sinnvoll ist der MBA für den Dr. med.?

Foto: HHL
Foto: HHL

08.02.2010 – LEIPZIG (BIERMANN) – Deckungsbeiträge, Gewinn und Verlustrechnung, Kosten oder Aufwand - aufgrund des sogenannten Fallpauschalengesetzes zur Vergütung der Krankenhausleistungen wird ein umfassendes Managementwissen für Ärzte immer wichtiger. Dazu bietet ein generalistisch angelegte Managementstudium mit dem Abschluss "MBA" an.

Nicht nur für den Chefarzt, auch für den Mediziner mit eigener Arztpraxis ist heute das Knowhow rund um Personalführung, Mitarbeiterentwicklung und -motivation unverzichtbar. Da dieses Wissen nicht in der medizinischen Grundausbildung gelehrt wird, entscheiden sich immer mehr Ärzte zu einer Weiterbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich.

Knappe Ressourcen, zunehmender Wettbewerbsdruck und neue Versorgungsformen - die Anforderungen an betriebswirtschaftliches Wissen von Ärzten nimmt stetig zu. Dr. Christian Elsner, Geschäftsführender Direktor des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, fasst die Anforderungen an die Management- und Führungskompetenz von Medizinern wie folgt zusammen: "Ärzte benötigen heute neben dem Fachwissen über das Gesundheits- und Abrechnungssystem auch Kenntnisse über politische Rahmenbedingungen.

Darüber hinaus ist eine interdisziplinäre Sichtweise auf wirtschaftliche und medizinische Sachverhalte gefragt. Ärzte müssen zudem vertraut sein mit Instrumenten zur schnellen Strukturierung und Entscheidungsfindung über komplexe betriebswirtschaftliche Sachverhalte. Das Wissen, wie man Mitarbeiter motivieren kann, wird zudem immer wichtiger."

Durch Studiengänge für Gesundheitsökonomie - ob Vollzeit oder berufsbegleitend - wird den Teilnehmern Wissen in Betriebswirtschaft, Personalwesen, Jura, Krankenhausplanung mit einem sehr starken Fokus auf bestimmte sozialrechtliche Rahmenbedingungen sowie Spezifika von Gesundheitsunternehmen vermittelt.

Der deutsche Arzt und Projektleiter im Ressort Medizinische Prozesse & Qualität des Universitätsspitals Basel, Dr. Christian Abshagen, meint: "Studiengänge für Gesundheitsökonomie sind wesentlich stärker makroökonomisch ausgerichtet und betonen hierbei landesspezifische Aspekte von Gesundheitssystemen und -politik. Die praxisbezogene Managementlehre jedoch fehlt größtenteils in den angebotenen Kursen. Im Dschungel der Weiterbildungsangebote fallen zudem undurchsichtige oder gar fehlende Akkreditierungen der Anbieter auf."

Dr. Andreas Schnarr, Facharzt für HNO-Heilkunde und Allergologie, fügt hinzu: "Die Teilnehmer von spezialisierten, auf Gesundheitsökonomie ausgerichtete Studiengänge kommen allesamt aus dem Gesundheitssektor. Vielfältiger schaut hingegen eine Klasse eines generalistischen MBA-Programms aus. Hier sitzt der Ingenieur neben dem Opernsänger und beide lernen womöglich von einem Chemiker." Die Vorteile beschreibt Abshagen, der an der Handelshochschule Leipzig (HHL) das Vollzeit-MBA-Studium absolviert hat: "Durch die verschiedenen beruflichen und kulturellen Hintergründe meiner Kommilitonen habe ich interdisziplinär im Team gelernt."

Weitere Informationen: www.hhl.de/mba

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar schreiben

Login