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Frauenheilkunde der Uniklinik Frankfurt erhält Auszeichnung für hohe Behandlungsqualität

Prof. Manfred Kaufmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Foto: BV)
Prof. Manfred Kaufmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Foto: BV)

01.07.2009 – FRANKFURT (MedCon) – Gynäkologische Krebserkrankungen werden an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt mit hoher Qualität behandelt. Zu diesem Urteil kommt die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft und verleiht der Klinik das Gütesiegel Gynäkologisches Krebszentrum.

Nur wenige Frauenkliniken in Deutschland haben diese Auszeichnung bisher erhalten. Kriterien dafür sind beispielsweise die Einbindung und Aufklärung der erkrankten Frauen über Therapiemöglichkeiten, ihre psychologische Unterstützung sowie Weiterbildungs-, Forschungs- und Studienaktivitäten. Die Nachweispflicht, dass die Qualitätsmerkmale erfüllt werden, wird als wesentlich vorausgesetzt.

"Fast alle der Zertifizierungsanforderungen wurden weitestgehend mit Vorbildcharakter erfüllt, dies ist ein Ansporn für alle Mitarbeiter, das bereits etablierte hohe Behandlungsniveau weiter voranzubringen" erklärt Prof. Manfred Kaufmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Zertifiziert wurde bereits auch das Brustkrebszentrum der Frauenklinik. Mit der Auszeichnung für das Gynäkologische Krebszentrum verfügt die Klinik somit fortan über zwei ausgezeichnete Organzentren in Frankfurt.

Dem Universitären Centrum für Tumorerkrankungen Frankfurt (UCT) liefert die Frauenklinik Expertenwissen auf dem Gebiet der gynäkologischen Krebsbehandlung. Das UCT funktioniert nach dem Vorbild der amerikanischen Comprehensive Cancer Centers (CCC) und ist das einzige Zentrum im Rhein-Main Gebiet und ganz Hessen, das als onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet wurde.

Bundesweit etablierte Brustkrebszentren bieten den Patientinnen dank Spezialisierung und Zertifizierung durch Fachgesellschaften ein hohes Maß an Versorgungsqualität. Frauen mit bösartigen Erkrankungen der Genitalorgane konnten sich aber bisher nicht in Spezialzentren behandeln lassen.

Mit der Gründung Gynäkologischer Krebszentren soll sich das ändern. 2008 hat die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie - ein Expertengremium aus gynäkologischen Krebsspezialisten, das sich mit allen klinischen, wissenschaftlichen und organisatorischen Anliegen auf diesem Gebiet befasst - gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe die Gründung dieser spezialisierten Behandlungszentren beschlossen.

Über ihre Erfahrungen in der Frauenklinik des Klinikums der J.W. Goethe-Universität berichtet schließlich Patientin Martina B., die an Gebärmutterschleimhautkrebs leidet. So begrüßt sie etwa, dass sie von den Ärzten der Klinik ausführlich über die medizinischen Verfahren informiert wurde. Trotz anfänglichem Schock über die Diagnose Krebs hätten Mediziner und Psychologen sie beruhigen können. Sie beschreibt weiter, dass sie bei der Nachbehandlung von Fachärzten intensiv begleitet wurde und betont: "Ich bin sehr froh, dass alle Behandlungen unter dem Dach der Frauenklinik stattfanden. Ich musste weder die Klinik verlassen, noch lange herumsitzen und warten. Das war in meiner Situation sehr angenehm".

Weitere Informationen: Prof. Manfred Kaufmann
E-Mail: m.kaufmann@em.uni-frankfurt.de

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