– MÜNCHEN (MedCon) – Am Brustzentrum des Klinikums der Universität München wurden zwei neue digitale Vollfeldmammografie-Geräte in Betrieb genommen. Durch die digitale Aufnahmetechnik kann die Bildqualität erheblich verbessert werden. Am 25. Juni finden Fachvortäge dazu auf dem Campus Großhadern statt.
Um möglichst eindeutige und exakte Diagnosen stellen zu können, stehen den Medizinern am Uniklinikum die modernsten bildgebenden Verfahren (digitale Mammografie, Hochfrequenzsonografie, MRT) und Einrichtungen zur bildgesteuerten Biopsie zur Verfügung. Die kürzlich in Betrieb genommenen digitalen Vollfeldmammografie-Geräte haben das Potential, die Diagnostik von Mammakarzinomen erheblich zu verbessern.
Vorteile gegenüber der konventionellen Aufnahmetechnik ergeben sich in erster Linie durch die verbesserte Auflösung und den stärkeren Kontrast, der die Detektion von Mikrokalk und Herdbefunden erleichtert. Die Strahlenbelastung kann im Vergleich zu älteren Methoden deutlich reduziert werden. Neu ist auch die Möglichkeit der Anfertigung von mammografischen Schichtaufnahmen (Tomosynthese). "Die Vorteile der Tomosynthese sind derzeit Gegenstand der Forschung. Durch die überlagerungsfreie Darstellung erwarten wir eine Verbesserung bei der Erkennung und Beurteilung verdächtiger Befunde", erläutert Dr. Thomas Schloßbauer, Oberarzt am Institut für Klinische Radiologie.
Die wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich mit Verfahren zur computergestützten, standardisierten Bildauswertung. Die Implementierung dieser Verfahren spielt in der klinischen Anwendung eine entscheidende Rolle, etwa um die Wirksamkeit von neoadjuvanten Chemotherapien objektiv beurteilen zu können. "Insbesondere die MRT kann standardisiert und objektiv Aufschluss über die Reduktion der Tumorgröße und der Tumorperfusion (Durchblutung) im Verlauf einer Chemotherapie geben.", erklärt Schloßbauer.
Anlässlich der Installation der neuen digitalen Vollfeldmammografie-Geräte findet am Institut für Klinische Radiologie eine Veranstaltung zur Mammadiagnostik statt. Neben Fachvorträgen werden auch konkrete Fallbeispiele der neuen Technologie gezeigt.
25. Juni 2009, 18.15 bis 19.45 Uhr
Hörsaal II, Campus Großhadern,
Marchioninistr. 15, 81377 München
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