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Kinderwunschzentrum Berlin als Endometriosezentrum zertifiziert

Operativ entfernte Endometrioseherde
Operativ entfernte Endometrioseherde

23.09.2008 – KÖLN (MedCon) – In der Vergangenheit wurden die typischen Beschwerden einer Endometriose häufig als "starke Periodenschmerzen bagatellisiert", so Dr. Christian Stoll, Hormon- und Kinderwunschspezialist vom Endometriosezentrum / Kinderwunschzentrum Berlin. Mittlerweile ist das Wissen um diese Erkrankung sprunghaft gewachsen.

Endometriose - kaum jemand, der nicht selbst betroffen ist, kann mit dem Begriff etwas anfangen. Dabei zählt die Endometriose zu den häufigsten gutartigen Erkrankung der Frau, unter denen circa 20 Prozent der Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter leiden.

Die Gebärmutterschleimhaut wird von Medizinern als "Endometrium" bezeichnet. Eine Endometriose liegt vor, wenn diese Schleimhaut auch außerhalb der Gebärmutterhöhle auftritt. Die Entstehung beziehungsweise die Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht definitiv geklärt. Am häufigsten finden sich Endometrioseherde auf den Eierstöcken und am Darm. Im Bauchraum angesiedelt führt sie innerhalb kurzer Zeit durch Entzündungsreaktionen und Verklebungen zu schweren Regelschmerzen. Aber auch Symptome wie chronische Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Wasserlassen oder Stuhlgang sind typisch.

"Zwar gibt es auch Fälle, bei denen die betroffenen Frauen kaum Symptome zeigten" meint Dr. Reinhard Hannen vom Kinderwunschzentrum Berlin. Erst als der Kinderwunsch unerfüllt blieb, brachten es aufwändige Untersuchungen an den Tag: Die Fruchtbarkeit der Patientin ist auf Grund einer Endometriose eingeschränkt, da als Spätfolge einer Endometriose oft Verwachsungen und Verklebungen der Eileiter auftreten.

Aus diesem Grund wird die erste Diagnose meistens auch im Zusammenhang mit einem unerfüllten Kinderwunsch gestellt. Eine Endometriose ist bislang nicht heilbar, therapeutisch aber durchaus positiv zu beeinflussen. Trotz einer Betroffenenzahl von etwa 20 Prozent und etwa 30.000 Neuerkrankungen jährlich, wird die Endometriose im medizinischen Alltag zu wenig beachtet.

Aus diesem Grund haben die Stiftung Endometriose-Forschung im Verbund mit der Europäischen Endometriose-Liga und der Endometriose-Vereinigung Deutschland ein Zertifikat entwickelt, das von ausgewählten Krankenhäusern oder spezialisierten Schwerpunktpraxen erworben werden kann. Mit diesem Zertifikat wird die hohe Qualität und Fachkompetenz nachgewiesen, zu der sich jedes Endometriosezentrum verpflichten muss.
Die betroffenen Patientin somit kann sicher sein in einem solchen Zentrum von einem Expertenteam aus Frauenärzten, Chirurgen, Urologen, Psychotherapeuten, Schmerz-therapeuten sowie Kinderwunschspezialisten betreut zu werden.

Diese enge Zusammenarbeit ist für den weiteren Verlauf der Erkrankung entscheidend, denn selbst wenn Medikamente, Hormontherapien oder Operationen zeitweilig für Beschwerdefreiheit sorgen können - mit einer endgültigen Heilung kann bislang keine Patientin rechnen: "Oft müssen die Frauen leider lernen, damit zu leben", so Dr. Reinhard Hannen.

Im Endometriosezentrum Berlin Mitte wird daher stets ein ganzheitliches Diagnose - und Therapiekonzept erstellt, welches der jeweiligen Lebenssituation der Frauen entspricht. " Es ist uns vor allem wichtig herauszufinden, was derzeit für die betroffene Frau im Vordergrund steht", erklärt Dr. Stoll. " Die einen Frauen wünschen eine rasche Linderung der Beschwerden, für andere steht jedoch der Kinderwunsch im Vordergrund". Beides verlangt ganz unterschiedlich Behandlungskonzepte.

Bis heute gibt es keine einfache Untersuchung, mit der sich eine Endometriose feststellen lässt. Die Diagnosestellung erfolgt daher mittels ausführlicher Erhebung der bisherigen Krankheitsgeschichte, gefolgt von einer Bauchspiegelung. Während einer solchen Operation können auch gleich alle sichtbaren Endometrioseherde behandelt werden. Sollte der Kinderwunsch im Vordergrund stehen, sollte im Anschluss daran so schnell wie möglich mit einer Behandlung begonnen werden.

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Kurzmeldungen
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    Neue Broschüre zum Mammographie-Screening erschienen

    HEIDELBERG (MedCon) - Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie veröffentlichen gemeinsam Informationen zur Früherkennung von Brustkrebs. Allgemeinverständlich werden die häufigsten Fragen zum Mammographie-Screening-Programm beantwortet. Die Frauen erhalten Informationen über den Ablauf des Programms, Nutzen und Risiken der Untersuchung und wichtige Fakten zum Brustkrebs. Ergänzt wird der Inhalt durch ein Glossar, in dem wesentliche Fachbegriffe des Screening-Programms kurz und allgemeinverständlich erklärt werden. Die Broschüre kann im Internet als PDF-Datei herunter geladen werden: www.dkfz.de und www.mammo-programm.de.

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    Spatenstich für das Operationszentrum in Großhadern

    MÜNCHEN (MedCon/ur) - Am Campus Großhadern der Uniklinik München wurde nun mit dem Bau eines der größten Operationszentren Europas begonnen. In 32 Operationssälen werden bislang getrennt arbeitende Disziplinen zusammenrücken. Zum Beispiel ist im Beckenzentrum die Gynäkologie mit der Urologie und Chirurgie vereint. Die Kosten sind mit 135 Millionen Euro veranschlagt, die Bauzeit soll vier Jahre betragen.

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    Gesundheitsreform lässt Zahl der Kuren steigen

    Die Zahl der Frauen aus Nordrhein-Westfalen, die 2007 in eine Kur gefahren sind, ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gestiegen. Dies teilte die Freie Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen am Montag in Münster mit. Der münsterische Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann vom Ausschuss für Müttergenesung nannte als Grund die Gesundheitsreform, die diese Reha-Maßnahme wieder zur Pflichtleistung der Krankenkassen erklärt habe. Laut einer Studie bekomme aber nur eine von zehn Frauen eine Kur, die aus medizinischer Sicht notwendig wäre. Ein Grund sei die sehr unterschiedliche Bewilligungspraxis der Krankenkassen.

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    Klage wegen nicht erwünschter Brustimplantate

    31.03.2008(dpa) - Gegen ihren Willen sind einer 33-Jährigen im Kasseler Rot-Kreuz-Krankenhaus Brustimplantate eingesetzt worden. Die Guxhagenerin verklagte nun die Klinik, weil sie nach einer Bruststraffungsoperation mit 200 Gramm Silikon in jeder Brust aufgewachte. Ein solcher Eingriff sei weder geplant gewesen, noch habe sie je solch einen Wunsch geäußert. Die Klinik bestätigte dies, berief sich aber auf medizinische Gründe, weil sonst die Brustwarzen der Frau abgestorben wären; die Frau hatte - auf Anraten eines Reproduktionsmediziners - fast 100 kg abgenommen. In jeder Hinsicht mit Erfolg: Allerdings kann sie nach der Brust-Op ihre Tochter nun nicht stillen.
    Es gebe Widersprüche und Ungereimtheiten in der Patientenakte. So fehlen Aufzeichnungen über Op-Verlauf und Narkose, erklärte die Frau. Die Brustimplantate werden bald in einer Bonner Spezialklinik entfernt - erneut auf Kosten der Krankenkasse. "In diesem Fall wird die Kasse allerdings Regressforderungen an das Krankenhaus stellen", war sich die Klägerin sicher.

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    36 Abtreibungen pro Tag in Bayern

    05.03.2008 (dpa) - In Bayern werden jeden Tag durchschnittlich 36 Ungeborene abgetrieben. Das geht aus der Statistik der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland hervor, die das Statistische Bundesamt jetzt veröffentlichte. Danach gab es iim Freistaat im vergangenen Jahr insgesamt 13 364 Abbrüche. Diese Zahl lag in etwa auf dem Niveau des Vorjahres; 2006 waren es 13 593 Abtreibungen in Bayern. Seit 2001 mit noch 16 464 Aborten ging die Zahl dort jedoch kontinuierlich zurück. Dies entspricht auch dem Bundestrend. Im vergangenen Jahr kamen auf 1000 Geburten in Bayern 127 Abtreibungen.

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    Alpha-ID 2008: Aktualisierter Diagnosenschlüssel beim DIMDI veröffentlicht

    10.01.2008 (MedCon/idw) - Das DIMDI hat die Version 2008 der Alpha-ID veröffentlicht. Diese Identifikationsnummer für Diagnosen spezifiziert als fortlaufende Nummer die Einträge des Alphabetischen Verzeichnisses der ICD-10-GM. Damit können die Kodes beim elektronischen Datenaustausch zur Dokumentation, Auswertung und Übermittlung von Diagnosen eingesetzt werden. Beispielsweise sind in der Alpha-ID Version 2008 neue Begriffe zu Arzneimittelallergien enthalten, mit denen diese nun präzise kodiert und statistisch ausgewertet werden können.

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    Praxis und Klinik des Monats gesucht

    16.11.2007 (MedCon/ek) - Seit kurzem haben Leser der Gynäkologischen Nachrichten die Möglichkeit, ihre Praxis oder ihre Frauenklinik in der monatlich alternierenden Rubrik "Klinik bzw. Praxis des Monats" zu präsentieren. Interesse? Dann nehmen Sie doch mal Kontakt mit der Redaktion auf unter: ek@biermann.net oder telefonisch 02236/376 440.

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    Anonyme Geburt in Koblenz möglich

    12.10.2007 (dpa) - In den Koblenzer Kliniken Marienhof und Kemperhof können Frauen ihre Kinder künftig anonym zur Welt bringen. Eine Vereinbarung, die erste ihrer Art in Rheinland-Pfalz, zwischen beiden Krankenhäusern, dem Sozialdienst katholischer Frauen und der Stadt wurde gestern unterzeichnet. Ziel sei es, Gefahren für das Neugeborene und die Mutter bei der Geburt auszuschließen. 2006 wurden bundesweit 32 Kinder ausgesetzt - nur acht Kinder überlebten.

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    Charité hilft Frühgeborenen in Usbekistan mit medizinischen Geräten

    28.09.2007 (dpa/bb) - Zur Versorgung Frühgeborener hat die Berliner Charité medizinische Geräte im Neuwert von 200 000 Euro an eine Klinik in Usbekistan gespendet. Das Republikanische Perinatalzentrum in Taschkent behandle früh- und neugeborene Kinder mit lebensbedrohlichen Fehlbildungen, teilte die Charité am Donnerstag mit. Dafür fehlten ihr jedoch viele Spezialgeräte. Der Direktor der Charité-Klinik für Neonatologie, Roland Wauer, sammelte Inkubatoren, Wärmebetten, Monitore und Beatmungsgeräte, die in Berlin nicht mehr gebraucht werden. Diese Geräte seien bereits mit Hilfe der Usbekischen Botschaft nach Taschkent geflogen worden, hieß es.

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    Geburtskliniken in Tschechien stoßen an ihre Grenzen


    03.08.2007 (MedCon) - Einen wahren Babyboom erlebten derzeit Tschechien: 2006 kamen insgesamt 105 800 Babys zur Welt, für dieses Jahr rechnet man mit über 110 000 Neugeborenen, berichtet die Prager Zeitung. Das treibt manche Frauenklinik an den Rand ihrer Kapazitätsgrenzen: In der Prager Uniklinik Motol etwa wird tageweise im Akkord entbunden, im Juni lag der Rekord bei 23 Geburten in 24 Stunden; andere Kliniken verweisen die Schwangeren an Häuser in der Provinz. Der Babyboom hat vor allem demographische Gründe: Die starken 70er Jahrgänge erweisen sich als gebärfreudig.