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Umfrage bestätigt: Kassenpatienten warten länger

Warten bis der Arzt kommt - eine weitere Umfrage sieht gesetzlich Versicherte im Nachteil (Foto: pixelio/Schoenemann)
Warten bis der Arzt kommt - eine weitere Umfrage sieht gesetzlich Versicherte im Nachteil (Foto: pixelio/Schoenemann)

30.06.2008 – BERLIN/KÖLN (MedCon/ms) – Eine repräsentative Umfrage unter 6013 Bundesbürgern von TNS Healthcare im Auftrag des BKK-Bundesverbandes ergab, dass gesetzlich Versicherte länger als Privatpatienten auf einen Arzttermin warten müssen. Auch im Wartezimmer verbringen sie durchschnittlich mehr Zeit.

In akuten Fällen kommen jedoch beide Versichertengruppen sofort zum Arzt. PKV-Versicherte ohne akute Beschwerden bekamen laut der Umfrage im Schnitt nach zwölf Tagen einen Termin, die GKV-Versicherten warteten 26 Tage – also mehr als doppelt so lang. In der Arztpraxis warteten die Kassenpatienten im Durchschnitt 29 Minuten, die PKV-Versicherten jedoch nur 22 Minuten.

Betrachtet man nur diejenigen Befragten, die wegen akuter Beschwerden beim Arzt waren, zeigt sich ein anderes Bild: Egal, ob in der GKV oder der PKV versichert, rund zwei Drittel der Akutfälle wurden noch am selben Tag behandelt.

Prof. Karl W. Lauterbach vom Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) der Universität zu Köln dürfte sich bestätigt fühlen: Im Dezember letzten Jahres brachte eine Studie seines Institutes ein ähnliches Ergebnis zu Tage. Sogar die Zahlen stimmen annähernd überein: Für einen Allergietest mit Lungenfunktionstest mussten gesetzlich Versicherte durchschnittlich 26 Tage warten, Privatpatienten dagegen nur 8,4. Für die Untersuchung des Augenhintergrundes waren es 25,2 gegenüber 8,2. Eine Kerspinuntersuchung des Knies bekamen gesetzlich Versicherte nach 14,1 Tagen, privat Versicherte schon nach 4,6 Tagen. Die Daten des IGKE stammten aus investigativen Anfragen, bei denen sich die Forscher als gesetzlich oder privat versicherte Patienten ausgaben und um Termine baten.

Die aktuelle TNS-Befragung deckt außerdem Unterschiede in der Wartezeit bei verschiedenen Arztgruppen auf: Im Schnitt warteten die Patienten beim Hausarzt zehn Tage auf einen Termin, bei den Fachärzten 24 Tage. Lange Wartezeiten auf einen Termin waren bei den Augenärzten zu verzeichnen (43 Tage) oder auch beim Psychiater/Psychotherapeuten (38 Tage). Bei den Wartezeiten beim Urologen (39 Tage) oder Frauenarzt (28 Tage) muss nach Angaben der Autoren berücksichtigt werden, dass für Routine- und Vorsorgeuntersuchungen häufig von den Patienten längerfristige Termine gewünscht werden.

Im Wartezimmer eines Gynäkologen braucht eine Patientin durchschnittlich nur 24 Minuten zu verbringen, bei Chirurgen (42 Minuten), Orthopäden (37 Minuten) und Urologen (36 Minuten) muss man schon etwas mehr Zeit mitbringen.

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Termine
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    25.10.2008

    12th Biennial Meeting of the International Gynecologic Cancer Society mehr

Kurzmeldungen
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    Spatenstich für das Operationszentrum in Großhadern

    MÜNCHEN (MedCon/ur) - Am Campus Großhadern der Uniklinik München wurde nun mit dem Bau eines der größten Operationszentren Europas begonnen. In 32 Operationssälen werden bislang getrennt arbeitende Disziplinen zusammenrücken. Zum Beispiel ist im Beckenzentrum die Gynäkologie mit der Urologie und Chirurgie vereint. Die Kosten sind mit 135 Millionen Euro veranschlagt, die Bauzeit soll vier Jahre betragen.

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    Gesundheitsreform lässt Zahl der Kuren steigen

    Die Zahl der Frauen aus Nordrhein-Westfalen, die 2007 in eine Kur gefahren sind, ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gestiegen. Dies teilte die Freie Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen am Montag in Münster mit. Der münsterische Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann vom Ausschuss für Müttergenesung nannte als Grund die Gesundheitsreform, die diese Reha-Maßnahme wieder zur Pflichtleistung der Krankenkassen erklärt habe. Laut einer Studie bekomme aber nur eine von zehn Frauen eine Kur, die aus medizinischer Sicht notwendig wäre. Ein Grund sei die sehr unterschiedliche Bewilligungspraxis der Krankenkassen.

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    Klage wegen nicht erwünschter Brustimplantate

    31.03.2008(dpa) - Gegen ihren Willen sind einer 33-Jährigen im Kasseler Rot-Kreuz-Krankenhaus Brustimplantate eingesetzt worden. Die Guxhagenerin verklagte nun die Klinik, weil sie nach einer Bruststraffungsoperation mit 200 Gramm Silikon in jeder Brust aufgewachte. Ein solcher Eingriff sei weder geplant gewesen, noch habe sie je solch einen Wunsch geäußert. Die Klinik bestätigte dies, berief sich aber auf medizinische Gründe, weil sonst die Brustwarzen der Frau abgestorben wären; die Frau hatte - auf Anraten eines Reproduktionsmediziners - fast 100 kg abgenommen. In jeder Hinsicht mit Erfolg: Allerdings kann sie nach der Brust-Op ihre Tochter nun nicht stillen.
    Es gebe Widersprüche und Ungereimtheiten in der Patientenakte. So fehlen Aufzeichnungen über Op-Verlauf und Narkose, erklärte die Frau. Die Brustimplantate werden bald in einer Bonner Spezialklinik entfernt - erneut auf Kosten der Krankenkasse. "In diesem Fall wird die Kasse allerdings Regressforderungen an das Krankenhaus stellen", war sich die Klägerin sicher.

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    36 Abtreibungen pro Tag in Bayern

    05.03.2008 (dpa) - In Bayern werden jeden Tag durchschnittlich 36 Ungeborene abgetrieben. Das geht aus der Statistik der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland hervor, die das Statistische Bundesamt jetzt veröffentlichte. Danach gab es iim Freistaat im vergangenen Jahr insgesamt 13 364 Abbrüche. Diese Zahl lag in etwa auf dem Niveau des Vorjahres; 2006 waren es 13 593 Abtreibungen in Bayern. Seit 2001 mit noch 16 464 Aborten ging die Zahl dort jedoch kontinuierlich zurück. Dies entspricht auch dem Bundestrend. Im vergangenen Jahr kamen auf 1000 Geburten in Bayern 127 Abtreibungen.

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    Alpha-ID 2008: Aktualisierter Diagnosenschlüssel beim DIMDI veröffentlicht

    10.01.2008 (MedCon/idw) - Das DIMDI hat die Version 2008 der Alpha-ID veröffentlicht. Diese Identifikationsnummer für Diagnosen spezifiziert als fortlaufende Nummer die Einträge des Alphabetischen Verzeichnisses der ICD-10-GM. Damit können die Kodes beim elektronischen Datenaustausch zur Dokumentation, Auswertung und Übermittlung von Diagnosen eingesetzt werden. Beispielsweise sind in der Alpha-ID Version 2008 neue Begriffe zu Arzneimittelallergien enthalten, mit denen diese nun präzise kodiert und statistisch ausgewertet werden können.

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    Praxis und Klinik des Monats gesucht

    16.11.2007 (MedCon/ek) - Seit kurzem haben Leser der Gynäkologischen Nachrichten die Möglichkeit, ihre Praxis oder ihre Frauenklinik in der monatlich alternierenden Rubrik "Klinik bzw. Praxis des Monats" zu präsentieren. Interesse? Dann nehmen Sie doch mal Kontakt mit der Redaktion auf unter: ek@biermann.net oder telefonisch 02236/376 440.

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    Anonyme Geburt in Koblenz möglich

    12.10.2007 (dpa) - In den Koblenzer Kliniken Marienhof und Kemperhof können Frauen ihre Kinder künftig anonym zur Welt bringen. Eine Vereinbarung, die erste ihrer Art in Rheinland-Pfalz, zwischen beiden Krankenhäusern, dem Sozialdienst katholischer Frauen und der Stadt wurde gestern unterzeichnet. Ziel sei es, Gefahren für das Neugeborene und die Mutter bei der Geburt auszuschließen. 2006 wurden bundesweit 32 Kinder ausgesetzt - nur acht Kinder überlebten.

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    Charité hilft Frühgeborenen in Usbekistan mit medizinischen Geräten

    28.09.2007 (dpa/bb) - Zur Versorgung Frühgeborener hat die Berliner Charité medizinische Geräte im Neuwert von 200 000 Euro an eine Klinik in Usbekistan gespendet. Das Republikanische Perinatalzentrum in Taschkent behandle früh- und neugeborene Kinder mit lebensbedrohlichen Fehlbildungen, teilte die Charité am Donnerstag mit. Dafür fehlten ihr jedoch viele Spezialgeräte. Der Direktor der Charité-Klinik für Neonatologie, Roland Wauer, sammelte Inkubatoren, Wärmebetten, Monitore und Beatmungsgeräte, die in Berlin nicht mehr gebraucht werden. Diese Geräte seien bereits mit Hilfe der Usbekischen Botschaft nach Taschkent geflogen worden, hieß es.

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    Geburtskliniken in Tschechien stoßen an ihre Grenzen


    03.08.2007 (MedCon) - Einen wahren Babyboom erlebten derzeit Tschechien: 2006 kamen insgesamt 105 800 Babys zur Welt, für dieses Jahr rechnet man mit über 110 000 Neugeborenen, berichtet die Prager Zeitung. Das treibt manche Frauenklinik an den Rand ihrer Kapazitätsgrenzen: In der Prager Uniklinik Motol etwa wird tageweise im Akkord entbunden, im Juni lag der Rekord bei 23 Geburten in 24 Stunden; andere Kliniken verweisen die Schwangeren an Häuser in der Provinz. Der Babyboom hat vor allem demographische Gründe: Die starken 70er Jahrgänge erweisen sich als gebärfreudig.