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AOK: Krankenhausrechnungen oft zu hoch

Foto: BIERMANN Medizin
Foto: BIERMANN Medizin

11.03.2010 (BIERMANN) – Die Hälfte der geprüften Krankenhausrechnungen ist nach Angaben der AOK Rheinland-Hamburg zu hoch, berichtete der Kölner Stadtanzeiger. "Etwa jede zweite geprüfte Krankenhausrechnung ist fehlerhaft, zu hoch", erklärte Mathias Mohrmann, Geschäftsbereichsleiter Krankenhaus.

Dem Bericht zufolge überprüft die größte gesetzliche Krankenversicherung in NRW jährlich etwa 60.000 Rechnungen, das entspreche einem Anteil von gut sieben Prozent.

Das Online-Portal Der Westen der WAZ-Mediengruppe führte gestern einen Fall an, in dem eine Uniklinik 22.700 Euro für Beatmungsstunden berechnet habe, die es gar nicht gab. Solche Fehler seien aber die Ausnahme, zitierte der Bericht AOK-Sprecher André Maßmann.

Bei der AOK Rheinland-Hamburg werden laut KStA-Bericht damit im Jahresschnitt rund 45 Millionen Euro zurückgeholt, bundesweit sparten die Kassen durch die Rechnungsprüfungen eine Milliarde Euro ein. Der Barmer Ersatzkasse (BEK) habe die Kontrolle 2009 rund 165 Millionen Euro eingetragen, berichtete das WAZ-Portal

Die nordrhein-westfälische Krankenhausgesellschaft wehrt sich gegen solche Vorwürfe. "Der vermittelte Eindruck, Kliniken würden in beträchtlichem Umfang zu hohe Rechnungen zu Lasten der Krankenkassen abrechnen, stellt die Krankenhäuser unter Generalverdacht und ist falsch", erklärte ihr Präsident Hans Rossels gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Die Kliniken in NRW stellten jährlich vier Millionen Rechnungen aus. Nur bei 2,5 Prozent stimmten die Ärzte des medizinischen Dienstes der Kassen nicht mit den Klinikärzten überein, unterstrich Rossels.

Quelle: KStA, Der Westen, sf

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