– ST. GALLEN (MedCon) – Erstmals hat die Arbeitsgruppe Ärztinnen und AIDS (3A) auf dem Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen AIDS Kongress (SÖDAK) in St. Gallen Frauenforschungspreise verliehen. 3A, Europas größtes Netzwerk von HIV-Behandlerinnen, zeichnet mit dem Preis hervorragende Arbeiten von Wissenschaftlerinnen im HIV-Bereich aus.
"Der 3A-Forschungspreis soll Wissenschaftlerinnen im HIV-Bereich einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen und sie in ihrer Arbeit bestärken", so Annette Haberl, Sprecherin des 3A-Vorstandes.
Der mit jeweils 1000 EUR dotierte 3A-Forschungspreis geht in diesem Jahr an Ilona Hauber aus Hamburg und Clara Lehmann aus Köln. Lehman befasste sich mit der sexuellen Übertragung der Viren in ihrer Arbeit: Targeting SEVI-mediated enhancement of virus infection to reduce sexual transmission of HIV-1". Darin berichtet sie in der sie über die Möglichkeit einer Reduktion der HIV-Infektiösität durch Nutzung innovativer Angriffspunkte. Inhaltsstoffe des grünen Tees könnten zukünftig vielleicht in der Lage sein, die sexuelle Übertragung von HIV zu reduzieren.
Clara Lehmann wird für die Arbeit: "Stable percentages of CD4+ and CD8+ T-cell in Elite Controllers, but not intermediate Controllers of HIV-1 replication" ausgezeichnet, in der sie die Besonderheiten von Langzeitüberlebenden mit niedriger Viruslast ohne Therapie im Hinblick auf den Verlust der CD4-Zellen beleuchtet. Das Verständnis zugrundeliegender Mechanismen in dieser besonderen Patientengruppe ist von großer Bedeutung für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze.
Die Arbeitsgruppe Ärztinnen und AIDS (3A) wurde 2006 als Interessensvertretung für HIV-Behandlerinnen gegründet. 3A ist ein Netzwerk für die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Frauen.
www.3A-net.de
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