Anzeige

Niedersachsen startet Info-Kampagne zu Schwangerschaft und Aids

Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann präsentiert die Kapagne "Lifeboat" (Foto: dpa)
Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann präsentiert die Kapagne "Lifeboat" (Foto: dpa)

15.08.2008 – HANNOVER (dpa/lni) – Niedersachsen startet als erstes Bundesland eine Informationskampagne zu Schwangerschaft und Aids. Die Kampagne richte sich an Frauen, Ärzte, Gesundheitsämter und Beratungsstellen, teilte die Niedersächsische Aids-Hilfe mit.

Die Kampagne «Lifeboat» besteht aus einer Informations-DVD und Broschüren und soll infizierten Frauen die Geburt gesunder Kinder ermöglichen.
Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU), die die Aktion unterstützt, forderte Aufklärung statt Diskriminierung für betroffene Frauen. 98 Prozent der HIV-infizierten Frauen könnten bei medizinischer Betreuung gesunde Kinder zur Welt bringen, alles Nötige werde von den Krankenkassen bezahlt.

«Es spricht aus medizinischer Sicht gar nichts gegen Schwangerschaften von HIV-positiven Frauen», sagte die Leiterin des «Lifeboat»-Projekts, Harriet Langanke. Vielmehr könne dies sogar positive Auswirkungen haben, da die Frauen eine neue Aufgabe und Hoffnung bekämen. Wichtig sei es, Gynäkologen zu sensibilisieren, um eine angemessene Beratung zu ermöglichen, meinte der Vorstand der Aids-Hilfe, Jörn Jan Leidecker. Ärzte sollten bei Schwangeren allerdings nicht ungefragt den empfohlenen Aids-Test vornehmen, sondern mit den Frauen vorher darüber sprechen.

Wie Ross-Luttmann erklärte, werden in Deutschland jährlich 200 Kinder von HIV-infizierten Müttern geboren. In Niedersachsen seien in den vergangenen 7 Jahren 15 Neugeborene über ihre Mutter mit dem Virus infiziert worden. Zehn der Mütter sei vor der Geburt kein Aids- Test angeboten worden, so dass diese Frauen nichts von ihrer eigenen Infizierung wussten.

Login
Kurzmeldungen
  •  

    Familienministerin will System der Familienhebammen ausbauen

    MAGDEBURG (dpa) - Nach guten Erfahrungen mit Familienhebammen will Sachsen-Anhalts Sozialministerin Gerlinde Kuppe (SPD) das im Jahr 2006 gestartete Projekt ausweiten. «Die Arbeit der bisher 32 Familienhebammen verläuft sehr gut. Wir sind auf dem richtigen Weg, in Sachsen-Anhalt ein flächendeckendes Netz zum Schutz und Wohl kleiner Kinder aufzubauen», sagte Kuppe anläßlich des 5. Landespräventionstags in Magdeburg. Sie rief deshalb die Hebammen im Land auf, sich als Familienhebamme zu qualifizieren. Bisher wurden mehr als 600 Familien von Hebammen betreut. Die Frauen kommen in Familien, die etwa Suchtprobleme haben oder in Armut leben, um bei der Erziehung von Kindern zu helfen.

  •  

    Blinde Brusttasterinnen zur Krebsvorsorge ausgebildet

    DÜREN (dpa) - Sie können nicht sehen, aber dafür besser fühlen: Sechs sehbehinderte Frauen wurden bundesweit erstmals zu medizinischen Brusttasterinnen ausgebildet. «Es ist eine Chance, aus meiner Behinderung eine Begabung zu machen», sagte Jeanette Bittner am Sonntag in Düren. Wie ihre Kolleginnen hat sie bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Die blinden Tasterinnen sind gefragt. Mit ihrem überdurchschnittlich ausgeprägte Tastsinn lässt sich Brustkrebs schon in einem frühen Stadium erkennen. Die neunmonatige Ausbildung zur Medizinische Tastuntersucherin bietet das Berufsförderungswerk Düren an.

  •  

    Sozialministerin appelliert an Schwangere in Not: Hilfe annehmen

    Angesichts der jüngsten Fälle von Kindstötungen in Sachsen hat Sozialministerin Helma Orosz (CDU) auf vielfältige Unterstützungsangebote für werdende Mütter verwiesen. Ärzte, Schwangerschaftsberatungsstellen und Jugendämter könnten Hilfe vermitteln. Vor zweieinhalb Wochen war in einer Müllsortieranlage in Wiesenbad eine Babyleiche entdeckt worden. Am vergangenen Wochenende wurde in einem Straßengraben bei Frauenhain ein totes Neugeborenes gefunden.

  •  

    UN-Institutionen machen gegen Genitalverstümmelung mobil

    03.03.2008 (MedCon/ek) - Zusammen mit der Weltgesundheitsbehörde haben zehn UN-Unterorganisationen der Gentitalverstümmelung, der - Schätzungen nach - drei Millionen Mädchen im Jahr vor allem in Afrika unterzogen werden, den Kampf angesagt. Bis 2015 will man diese, in manchen Kulturen bestehende Tradition drastisch zurückgedrängt haben. Genitalverstümmelung sei ein massiver Angriff auf die Gesundheit der Frauen und ihres möglichen Nachwuchs, hieß es; die Haltungsveränderungen gegenüber dieser Praxis müssten aber aus den Gesellschaften selbst kommen.

  •  

    Familienhebammen etablieren sich als Frühwarnsystemsteil

    17.1.2008 (dpa/MedCon) - Das Projekt Familienhebammen  beginnt sich in Mecklenburg-Vorpommern als Frühwarnsystem zu etablieren. Dies sei eine hervorragende Möglichkeit, werdende Eltern bereits in der Schwangerschaft zur Seite zu stehen, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Margret Seemann. Dem Modell nach, für das LandesSozial- und Bauministerium landesweit jeweils 200 000 Euro bereitstellen, besuchen speziell ausgebildete Sozialarbeiter werdende Mütter, um Vernachlässigungen von Kindern zu vermeiden bzw. diese frühzeitig zu erkennen. Auch die DGPM hatte solch ein Frühwarnsystem auf ihrem Berliner Kongress angeregt.