– HANNOVER (MedCon/ur) – Frauen, die ihr Baby ambulant in einem der rund 100 Geburtshäuser in Deutschland zur Welt bringen möchten, bekommen seit Ende Juni Geld von den Krankenkassen. Bislang mussten die Versicherten die Betriebskosten selbst tragen, lediglich im Einzelfall wurde von den Kassen ein Zuschuss gezahlt.
Dies hat sich nun durch den Abschluss eines bundesweiten Vertrages zwischen den Kassen und den Geburtshäusern geändert. Pro Geburt zahlen die Kassen jetzt eine Betriebskostenpauschale von bis zu 550 Euro an die Geburtshäuser. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen mit.
Nur Geburtshäuser, die die Qualität ihrer Arbeit überwachen und dokumentieren, erhalten von den Kassen den maximalen Betrag, so die TK. Ein weiterer Vorteil der neuen Regelung: Das Prinzip der Kostenerstattung fällt weg, die Versichertenkarte genügt. Damit wird die Entbindung in Geburtshäusern regulär in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen.
Für die Eltern fallen somit keine zusätzlichen Kosten mehr an. Das Geburtshaus darf nur dann Leistungen privat in Rechnung stellen, wenn die Versicherten dies ausdrücklich wünschen - beispielsweise für den Fall, dass eine bestimmte Hebamme des Geburtshauses bei der Geburt dabei sein soll. Die Geburtshäuser, die sich an dieser Vereinbarung mit den gesetzlichen Krankenkassen beteiligen, sind im Internet zum Beispiel unter www.geburtshaus.de zu finden.
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22.07.2008 (Reuters) - Gängige Verhütungsmethoden wie Spirale und Pille sollen nach Plänen der US-amerikanischen Regierung als Abtreibungen definiert werden. Damit würden etwa Kliniken, die Verhütungsmittel anbieten, keine staatlichen Gelder mehr bekommen. Ex-Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton bezeichnete die Pläne als "überflüssige Verunglimpfung" von Frauen und stellte sich an die Spitze des Widerstands. Auf ihrer Website www.hillpac.com sammelt sie Unterschriften gegen die "radikale, ideologische Agenda, die Uhren zurückstellen will".
Angesichts der jüngsten Fälle von Kindstötungen in Sachsen hat Sozialministerin Helma Orosz (CDU) auf vielfältige Unterstützungsangebote für werdende Mütter verwiesen. Ärzte, Schwangerschaftsberatungsstellen und Jugendämter könnten Hilfe vermitteln. Vor zweieinhalb Wochen war in einer Müllsortieranlage in Wiesenbad eine Babyleiche entdeckt worden. Am vergangenen Wochenende wurde in einem Straßengraben bei Frauenhain ein totes Neugeborenes gefunden.
03.03.2008 (MedCon/ek) - Zusammen mit der Weltgesundheitsbehörde haben zehn UN-Unterorganisationen der Gentitalverstümmelung, der - Schätzungen nach - drei Millionen Mädchen im Jahr vor allem in Afrika unterzogen werden, den Kampf angesagt. Bis 2015 will man diese, in manchen Kulturen bestehende Tradition drastisch zurückgedrängt haben. Genitalverstümmelung sei ein massiver Angriff auf die Gesundheit der Frauen und ihres möglichen Nachwuchs, hieß es; die Haltungsveränderungen gegenüber dieser Praxis müssten aber aus den Gesellschaften selbst kommen.
17.1.2008 (dpa/MedCon) - Das Projekt Familienhebammen beginnt sich in Mecklenburg-Vorpommern als Frühwarnsystem zu etablieren. Dies sei eine hervorragende Möglichkeit, werdende Eltern bereits in der Schwangerschaft zur Seite zu stehen, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Margret Seemann. Dem Modell nach, für das LandesSozial- und Bauministerium landesweit jeweils 200 000 Euro bereitstellen, besuchen speziell ausgebildete Sozialarbeiter werdende Mütter, um Vernachlässigungen von Kindern zu vermeiden bzw. diese frühzeitig zu erkennen. Auch die DGPM hatte solch ein Frühwarnsystem auf ihrem Berliner Kongress angeregt.