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Zertifizierung der ersten zehn Gynäkologischen Krebszentren

Die Vertreter der zehn Gynäkologischen Krebszentren bei der Verleihung des Gütesiegels. (Bildquelle: Yvonne Grabowski)
Die Vertreter der zehn Gynäkologischen Krebszentren bei der Verleihung des Gütesiegels. (Bildquelle: Yvonne Grabowski)

19.09.2008 – HAMBURG (MedCon) – Am vorletzten Tag des Kongresses überreichte Dr. Ernst-Heinrich Schmidt feierlich den jeweiligen Vertretern das Gütesiegel Gynäkologisches Krebszentrum für die Behandlung der verschiedenen Genitalkrebsarten. Sie erfüllen die Anforderungen der fachlichen Anforderungen, die in einem Kriterienkatalog zusammengestellt wurden.

Der Kriterienkatalog wurde von der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) in Kooperation mit anderen Gemeinschaften der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) im Vorfeld für die Behandlung von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen erarbeitet. Zusätzlich zu den Kriterien des Kataloges müssen die Bewerber für die Zertifizierung auch ein anerkanntes Qualitätsmanagementsystem vorweisen können, wenn die Begehung durch die unabhängigen Gutachter erfolgt.

"Mit der Zertifizierung der ersten zehn Gynäkologischen Krebszentren verfolgt die Deutsche Krebsgesellschaft weiter konsequent die Etablierung von onkologischen Schwerpunktzentren. Ein weiterer Meilenstein bei der Qualitätssicherung in der Krebsmedizin ist gelegt", so Prof. Matthias Beckmann, Vorsitzender der Zertifizierungskommision und Sprecher der AGO.

Von zentraler Bedeutung in den Zentren ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete, durch die eine umfassende Versorgung von Tumorpatientinnen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie sozialen und psychologischen Aspekten gewährleistet werden könne. "Nach Brust-, Darm- und Prostatakrebszentren sind die Gynäkologischen Krebszentren ein wichtiger Schritt hin zur umfassenden und fachübergreifenden Betreuung von Patientinnen mit verschiedenen Genitalkrebsformen in Deutschland".

In Deutschland erkranken rund 6190 Frauen jährlich an Gebärmutterhalskrebs, 11700 an Krebs des Gebärmutterkörpers und 9660 an Eierstockkrebs. Pro Jahr sterben an diesen Erkrankungen insgesamt 9700 Frauen. Den dadurch gestiegenen Anforderungen an die Qualitätsstandards in der Diagnostik und Therapie von Genitalkarzinomen werde mit der Etablierung der Gynäkologischen Krebszentren nun Rechnung getragen. "Wir hoffen damit Transparenz in die Versorgungsqualität zu bekommen, wie wir es bei den zertifizierten Brustzentren in den letzten Jahren erreicht haben", erklärte Prof. Walter Jonat, Präsident der DGGG.

Verliehen wurden die ersten zehn Gütesiegel Gynäkologisches Krebszentrum an die folgenden Kliniken:

- Universitätsklinikum Erlangen
- Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg
- Universitätsklinikum Essen
- Universitätsklinikum der Georg-August-Universität Göttingen
- Universitätsklinikum Schleswig-Holstein-Campus Kiel
- Universitätsklinikum Köln
- Universitätsklinikum Tübingen
- Universitätsklinikum Ulm
- Dr. Horst-Schmidt-Kliniken, Wiesbaden
- Kaiserswerther Diakonie, Düsseldorf.

Laut Prof. Beckmann sollen zum Ende des Jahres insgesamt 40 Zentren entstehen, bis zum Jahr 2010 sollen bereits in etwa 100 Zentren das Gütesiegel tragen.



Personen auf dem Bild (von rechts nach links):

Prof. Günter Emons, Göttingen
Prof. Rainer Kimmig, Essen
Dr. Philipp Harter, Wiesbaden
Prof. Peter Mallmann, Köln
Prof. Andreas du Bois, Wiesbaden
Prof. Matthias W. Beckmann, Erlangen
Prof. Björn Lampe, Düsseldorf
Prof. Olaf Ortmann, Regensburg
Prof. Rolf Kreienberg, Ulm
Prof. Walter Jonat, Kiel
Dr. Ernst-Heinrich Schmidt

Prof. Diethelm Wallwiener, Tübingen wurde ebenfalls mit Urkunde ausgezeichnet, zum Fototermin war er allerdings in einer Sitzung.

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